Anny in Südafrika

23.08.09


Jetzt bin ich wirklich schon über drei Wochen hier Letzten Dienstag musste ich nicht arbeiten! Eva, Antina, Marie und ich sind zum Seminar der neuen Weltwärts-Freiwilligen gefahren. Die Inyala Game Lodge ist nur circa 45 Minuten von hier entfernt. Es gab dort sehr leckeres Essen und ich glaube wir haben den ganzen Tag einfach nur gegessen! Hier im Kinderheim ist das Essen nicht soo gut und es war mal wieder schön so etwas Leckeres zu essen. Die anderen Freiwilligen sind alle sehr nett. Insgesamt sind ungefähr 35 Leute mit dem DSJW in Südafrika. Neun sind zu uns ins Kinderheim bzw. in ein Straßenprojekt hier in Potch gekommen! Gemeinsam mit den anderen haben wir einen Game Drive gemacht. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da ich ja unbedingt mal Tiere sehen möchte. Wir haben Löwen gesehen (die waren aber leider eingesperrt), Giraffen, Zebras, Springböcke, Impalas und viele weitere Tiere! Eine Babylöwin ist auch frei herumgelaufen (Bella, sie ist circa ein Monat alt) und wir konnten sie sogar auf den Arm nehmen! Das war schon mal ganz cool und ich freue mich schon mit Marie im September in einen Nationalpark zu fahren und richtig viele Tiere zu sehen.

Nachmittags hat ein Mann etwas über die Wirtschaft und Politik Südafrikas erzählt, was sehr interessant war! Abends sind dann noch einige Kinderheimkinder gekommen und haben Sachen vorgeführt. Unter anderem haben sie den Gummistiefeltanz getanzt, das ist wohl etwas Traditionelles hier. Die Mädchen haben sehr schön gesungen. Ich habe mich auch mit einem Mann (Alf) unterhalten, der irgendwie ein Projekt mit Bäumen macht (auch dort kommen Freiwillige hin). Er hat erzählt, dass man bei ihm einen Geburtstagsbaum pflanzen kann und ein Foto der Geburtstagkinder dann in einer Lodge hängt. Ich hoffe sehr, dass ich mir an meinem Geburtstag auch so einen Baum pflanzen kann.

Mit den Kindern sind wir dann abends wieder zurück ins Kinderheim gefahren. Leider mussten wir ja dann am nächsten Morgen wieder um sechs Uhr aufstehen. Ich habe momentan etwas Angst Läuse oder Hautpilze zu bekommen. Das haben hier nämlich ziemlich viele Kinder. Die meisten Mädchen haben auch ganz kurze Haare, weil man das Läuseproblem wohl nicht in den Griff bekommt. Ein kleines Mädchen (Nikita) hat noch lange Haare und sie ist eine, die auch immer zu uns kommt und mit ihrem Kopf immer an unserer Kleidung ist. Bei ihr haben wir schon Nissen gefunden. Aber naja, ich versuche wohl mich in nächster Zeit etwas von ihr fern zu halten und hoffe, dass ich keine Läuse bekomme. Meine Haare möchte ich mir nämlich nicht so gern abschneiden.

Im Kindergarten fangen wir jetzt langsam an, für das Abschlusskonzert zu proben (das findet Anfang Oktober nach den Ferien statt). Meine Klasse macht einen Tanz und ich hoffe, dass ich da auch etwas mitwirken kann. Die Lehrerin hat schon gefragt, ob ich nicht mit den Kindern auf der Bühne tanzen möchte, aber das mag ich lieber nicht! Auf jeden Fall tanzen alle Kinder hier sehr gerne und auch schon ganz gut.

Diese Woche haben Marie und ich auch angefangen, in den Mittagspausen Afrikaans zu lernen. Ich finde es immer noch schade, dass ich hier wahrscheinlich keine Sprache so richtig lernen bzw verbessern werde. Mit den Kindern führt man ja keine großen Gespräche oder so und im Kinderheim sprechen wir deutsch. Auch die fremde Kultur lerne ich meiner Meinung nach nicht so gut kennen. Ich werde mich aber mal informieren, ob ich hier einen Tswana-Kurs oder so machen kann! Auf jeden können wir ab nächster Woche um zehn Uhr anfangen zu arbeiten. Wir werden von einem Socialworker  jeden Tag zur Schule gefahren.

Wir haben jetzt auch wieder das Auto, das die alten Freiwilligen hatten und das die letzte Woche repariert wurde (es heißt Frankie). Cathy wollte es eigentlich nur den Weltwärts-Freiwilligen geben, aber wir konnten sie überzeugen, es uns auch zu geben. Man merkt immer mal wieder, dass die Weltwärts-Leute mehr bekommen als wir.

Naja, gestern Abend waren wir dann mit den anderen Freiwilligen weg. Es war ein sehr schöner Abend, aber als wir zurückfahren wollten, ist das Auto mitten auf der Kreuzung aus gegangen. Wir haben Frankie sogar geschoben, haben es aber nicht geschafft, ihn wieder zum Laufen zu bringen. Dann kam ein Polizeiwagen, der uns dann mit Blaulicht zur nächsten Tankstelle eskortiert hat. Dort haben die Polizisten noch Verstärkung geholt und auf einmal standen drei Polizeiwagen da (einer davon war sogar ziemlich groß. Zum Schluss ging dann das Auto auf jeden Fall wieder, wir haben den Polizisten Kaffee ausgegeben und ein Polizeiauto hat uns noch bis zum Kinderheim gebracht. Das war auf jeden Fall schon mal ein Erlebnis.

Heute Abend sind wir zu einer Einweihungsfeier eingeladen. Die zwei Freiwilligen, die im Straßenkinderprojekt arbeiten, haben eine eigene Wohnung nicht weit vom Kinderheim.

 

 Marie und Bella

 

Antina und Bella

 

 

Bella und ich

 

 

 

 

 

 

 

Löwenfressen

 

 

23.8.09 15:57

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Maccabros / Website (25.8.09 22:28)
Das mit der Sprache stelle ich mir schwer vor.

Auto - Glück im Unglück, dass Dein Freund und Helfer vorbei kam

Gruß

Maccabros

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