Anny in Südafrika

04.09.-06.09. Pilanesberg National Park

Letztes Wochenende haben Marie, Lotti, Lisa und ich einen super Ausflug in den Pilanesberg Nationalpark gemacht. Dieser Park ist circa 250 km von Potch entfernt und es leben über 10000 Tiere dort, darunter auch die Big Five! Wir hatten alles ziemlich kurzfristig geplant, aber alles hat super funktioniert. Unser Leihwagen war ein weißer Toyota Yaris, mit dem wir am Freitagmittag dann losgefahren sind. Allein bei der Fahrt konnte man sich schon schön die Landschaft anschauen. Es wurde immer hügeliger und teilweise auch grüner. Wir sind bis Swartruggens gefahren und mussten dann noch 6,5 Kilometer auf einem Schotterweg entlang fahren. Unser Auto sah danach auch dementsprechend aus. Der Backpacker (Salem Farm House) lag also mitten in der Pampa. Weit und breit gab es nichts außer dieser Farm. Die Besitzer waren sehr nett und wir waren die einzigen Gäste dort. Außer uns gab es aber noch jede Menge große Spinnen, Geckos und andere Tiere im Bad, das circa 30 Meter Fußweg von unserem Zimmer war. Insgesamt war der Backpacker sehr ursprünglich, aber gerade das war auch cool. Man hat sich wenigstens mal richtig wie in Afrika gefühlt. Freitagabend haben wir erstmal eine kleine Wanderung gemacht, wobei wir von einem der vier Farmhunde begleitet wurden. Die Landschaft dort war wirklich sehr schön, besonders der Sonnenuntergang war toll. Am Samstag sind wir schon um fünf vor Sechs nach Sun City aufgebrochen, wo unser Game Drive um 7 Uhr anfangen sollte. Mit der Zeit haben wir uns aber etwas verschätzt, sodass wir ziemlich rasen mussten. Das war ziemlich aufregend, denn die Hälfte der Strecke war noch ein Schotterweg. Um fünf vor Sieben (zehn Minuten später als wir eigentlich da sein sollten) waren wir aber dann noch im Sun City Welcome Center. Mit einem Jeep (circa 25 Plätze) sind wir dann in den Park aufgebrochen. Schön war, dass wir recht weit oben gesessen haben und so einen guten Überblick hatten und gute Fotos schießen konnten. Gleich am Anfang sind eine Nashornmutter (White Rhino) und ihr Baby direkt auf der Straße gelaufen. Des Weiteren haben wir ganz viele Gnus, Impalas, Springböcke und Warzenschweine gesehen, die nach einer Stunde schon nichts besonderes mehr waren. Zebras und Giraffen gab es auch ziemlich viele. Einmal lag ein totes Nilpferd auf der Straße, und unser Führer meinte, dass vielleicht bald Löwen kommen um es zu fressen, was allerdings nicht der Fall war. Zum Schluss haben wir auch in weiter Ferne Löwen erahnen können. Kurz bevor wir aus dem Park hinausfahren wollten, sind wir noch auf eine Elefantenherde getroffen. Das war echt toll. Circa 30 Elefanten inklusive Babys haben direkt vor uns die Straße überquert und sind zum Fluss zum Trinken gegangen. Das war eigentlich das Schönste an der ganzen Safari. Nach fast vier Stunden sind wir dann zurück nach Sun City gefahren. Dort haben wir uns dann noch alles angeschaut. Sun City ist ein Mini Las Vegas. Es gibt dort ein Spielkasino, Restaurants, Bars, Discos, eine Vergnügungshalle und einen Wasserpark. Das ganze passt nicht wirklich nach Afrika. Hätte ich meinen Bikini dabei gehabt, wäre ich aber schon gerne mal die riesen Wasserrutsche gerutscht, für die man sich in einen blauen Reifen setzt. Naja, so haben wir ein bisschen gespielt, haben etwas gegessen und sind nach zwei Stunden mit unserem Auto erneut in den Park hinein gefahren. Ein paar hundert Meter hinter dem Eingang stand plötzlich ein riesen Elefant vor uns auf der Straße. Wir wussten nicht, was wir machen sollte. Marie hat geschrien, wir sollten doch lieber wieder zurückfahren, aber Lotti hat sich wagemutig dem Elefanten genähert. Ein paar Mal sah es aus, als ob der Elefant direkt auf unser Auto zulaufen wollte, was er dann aber doch nicht gemacht hat. Wir haben es letztendlich geschafft, am Elefanten vorbeizufahren. Hinterher haben wir noch andere Fahrzeuge hinter uns beobachtet, die aber alle wieder rückwärts vor dem Elefanten geflüchtet sind. Es war auf jeden Fall cool, auch selbst mit dem Auto durch den Park zu fahren. Die Landschaft dort war faszinierend und wir haben auch allerhand Tiere gesehen. Besonders der Sonnenuntergang war wieder schön. Als wir den Park verlassen wollten, haben wir eine Autoansammlung auf der Straße gesehen. Fünf Löwen hatten zwei Nashörner attackiert. Natürlich sind wir dann sofort hingerast, aber es ist dann nicht mehr so viel passiert. In unserem Backpacker waren inzwischen noch drei Tschechen angereist, die aber nicht sehr sympathisch waren. Sonntags wollten wir eigentlich noch nach Sun City fahren, aber da wir es dort nicht so schön fanden, haben wir uns entschieden, drei andere Weltwärts-Freiwillige in Zeerust besuchen zu fahren, mit denen sich Lotti schon angefreundet hat. Zeerust ist viel kleiner als Potch und alles ist ländlicher. Nachdem wir einen Kaffee getrunken hatten, haben uns Lisa, Louisa und Josi mit auf ihre Farm genommen, zu der wir circa 30 Minuten hinten auf ihrem Pick-Up mitgefahren sind. Die drei erleben wirklich pures Afrika. Sie leben zu dritt in einem kleinen Holzhaus. Internet und Telefon können sie nur am Wochenende benutzen und an Kino und abends weggehen ist auch nicht zu denken. Letzte Woche gab es viele Brände auf der Farm und die drei mussten helfen, Feuer zu löschen und hatten sogar Angst, die Farm würde verbrennen. Von der Gasttochter der Familie wurden wir noch zum Barbecue eingeladen, doch leider mussten wir schon wieder nach Potch aufbrechen um nicht zu lange im Dunkeln fahren zu müssen. Das war echt ein tolles Wochenende!

Unser Backpacker

 

Nashornmami

 

Nashornmami mit ihrem Baby

Warzenschwein

 

Giraffe

 

Springbock

 

Löwen umzingeln Nashörner

Elefant und Baby

Elefantenherde

Löwe

Lotti, Marie und Lisa


 

 

7.9.09 21:11

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