Anny in Südafrika

Urlaub! (24.09.-01.10.)

Hier kommt nun mein Urlaubsbericht!

Am Donnerstagmorgen um kurz vor 10 geht es endlich los. Mit unserem grauen Toyota Yaris fahren wir erstmal nach Swaziland. Wie erwartet gibt es an der Grenze ein paar Schwierigkeiten. Unser Visum ist nämlich etwas missverständlich gemacht. Es gibt dort ein Expiry Date, welches aber nicht das Datum ist, an dem unser Visum ausläuft, sonders bis zu diesem Zeitpunkt müssen wir nach Südafrika eingereist sein. Das verstehen die Grenzbeamten leider nicht so gut. Außerdem gibt es ein Date of Issue, welches aber nicht das Datum ist, zu dem das Visum beginnt, sondern an diesem Datum ist das Visum ausgestellt worden. Naja letztendlich hat dann aber alles geklappt und wir durften aus Südafrika ausreisen und nach Swaziland einreisen. Allerdings haben Marie und ich die Grenze Swazilands erstmal übersehen und sind einfach durch die abgebrochene Schranke gefahren, neben der ein Mann auf einem Stuhl Handyspiele gespielt hat. Wir wurden aber natürlich zurückgewunken

Als erstes fällt uns in Swaziland auf, dass die Luft sehr gut ist, da es sehr viele Bäume gibt. Die Straßen sind teilweise nicht so gut, es gibt einige Schlaglöcher. Auch mit Kühen direkt auf der Fahrbahn muss man rechnen. Auf dem Weg zum Backpacker kommen wir auch an einer Holzfabrik vorbei, die ziemlich stinkt und unheimlich aussieht. Im Backpacker werden wir dann freundlich aufgenommen. Es sind aber mal wieder nicht so viele Gäste da.

 

Freitags beschließen Marie und ich die Swaziland Highlights Tour mitzumachen. So müssen wir nicht den ganzen Tag Auto fahren. Sean, der Besitzer des Backpackers, bringt uns als erstes zu einem Markt in Manzini. Dort ist alles echt billig und Marie und ich kaufen viele Sachen. Allerdings fällt uns später auf, dass wir doch viel mehr hätten kaufen sollen bei den Preisen. Nach dem Markt fahren wir ins Cultural Village, wo wir von einem Bewohner herumgeführt werden. Danach wird noch ein traditioneller Tanz aufgeführt. Wir fahren zu einem zweiten Markt, bei dem aber alles teurer ist als beim ersten. Marie und ich sind fast die einzigen Besucher und wir werden immer gleich in die Häuschen hineingelockt. Wir haben Mitleid mit den Frauen, die wirklich arm sind, und kaufen bei der ein oder anderen etwas.

Mittag essen wir im „House of Fire“, was abends eigentlich eine Disco ist. Zum Schluss schauen wir uns dann noch drei Fair Trade Projekte an. Beim ersten (Gone Rural) werden aus Gras Sachen geflochten wie Tischsets oder Schalen. Das zweite ist Swazi Candles und das dritte Baobab Batik. Damit endet unsere Tour und wir fahren zurück zum Backpacker. Da es noch nicht so spät ist, fahren Marie und ich noch zum Mlilwane Wildlife Sanctuary. Wir wollen dort ein bisschen wandern. Allerdings stehen mitten auf dem Wanderweg Tiere und als dann noch eine Antilope auf uns zugerannt kommt, drehen wir lieber wieder um. Stattdessen fahren wir mit dem Auto weiter und an einem See entdecken wir auch Krokodile.

 

Am Samstag ist unsere Zeit in Swaziland dann auch schon vorbei. Wir fahren zum großen Grenzüberganz in Oshoek in der Hoffnung dort keine Visaprobleme zu haben. Und tatsächlich klappt dort auch alles super. Ich glaube das liegt daran, dass sie den Pass dort scannen und sehen, dass unser Visum gültig ist. An diesem Tag soll es nach Hoedspruit gehen, einem Ort im Norden der Panorama Route und nahe beim Blyde River Canyon. Die Fahrt dorthin dauert leider länger als gedacht. Zwischendurch schauen wir uns noch die Sudwala Caves an(sie sind erdgeschichtlich die ältesten Höhlen der Welt) und in Graskop essen wir bei Harry’s Pancake Bar. Dort schmeckt es uns so gut, dass wir gleich ausmachen, noch mal dort essen zu gehen. Danach geht es dann die Panorama Route entlang. Ich kann mir leider nicht so schön die Landschaft anschauen, da ich fahre und die Straßen ziemlich kurvig und bergig sind. Wir halten aber an keinen Aussichtspunkten an, da wir das an einem anderen Tag machen wollen. Abends kommen wir dann endlich in unserem Backpacker an, der mitten in der Wildnis liegt. Wir wohnen in einer kleinen Hütte zusammen mit Schlangen, großen Spinnen, Fröschen und Geckos.

 

Am Sonntag entscheiden wir uns, nur Sachen in der Umgebung zu machen, da wir die letzten Tage wirklich schon genug Auto gefahren sind. So wandern wir im Blyde Canyon Nature Reserve zu einem Wasserfall und fahren nachmittags zu einer Rehabilitationsstation für Wildtiere.

Eigentlich wollten wir dann am Montag die ganze Panoramaroute abfahren und ganz tolle Bilder machen. Doch daraus wird leider nichts. Schon morgens ist es sehr bewölkt und etwas neblig. Wir schauen uns den Blyde River Canyon noch mal von oben an und die Three Rondavels. Das sind drei riesige Felskuppeln, die aussehen wie afrikanische Rundhütten. Danach fahren wir zu Bourke’s Luck Potholes und weiter südlich zu den Berlin und Lisbon Falls. Dort ist es allerdings schon so neblig, dass man gerade so fünf Meter weit sehen kann und es regnet. Wir entscheiden uns dann doch noch zu „God’s Window“ zu fahren, einem der schönsten Aussichtspunkte des Landes. Bei schönem Wetter kann man dort bis zum Krügerpark und nach Mozambique blicken. Doch wie erwartet sehen wir nichts als Nebel. Das ist echt deprimierend. Zum Abschluss des Tages besichtigen wir noch Pilgrim’s Rest, ein Goldgräberdorf.

Dienstag bis Donnerstag geht es dann noch in den Krügerpark. Wir hoffen natürlich ganz viele Tiere zu sehen, vor allem aber Leoparden und Büffel, denn die fehlen uns noch zu den Big Five. Am ersten Tag haben wir auch richtig Glück. Nicht lange nachdem wir durch das Paul Kruger Gate in den Park gefahren sind, sehen wir eine Büffelherde und dann hängt auf einmal ein totes Impala im Baum. Natürlich halten wir gleich an in der Hoffnung, dass gleich ein Tier kommt um das Impala zu fressen. Und tatsächlich, kurze Zeit darauf kommt ein Leopard, klettert auf dem Baum und frisst das Impala. Marie und ich machen natürlich fleißig Bilder und Videos. Ich glaube ich habe fast eine Speicherkarte dafür verbraucht. Zum Schluss holt der Leopard sogar noch sein Baby und das darf dann auch mal fressen. Es ist dabei aber noch etwas unbeholfener als seine Mutter. Danach fahren wir dann zu unserem Camp, in dem wir in einem schönen Bungalow wohnen. Von dort aus machen wir auch noch einen Night Drive. Leider wecken wir dabei z.B. Löwen, die gerade auf der Straße fahren. Am nächsten Tag fahren wir morgens alleine im Park herum und nachmittags machen wir einen Sunset Drive, bei dem wir leider nicht so viele Tiere entdecken. Aber naja, ich habe bis jetzt ja so ziemlich alles außer Geparden gesehen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt auch noch mal in den Krügerpark zu fahren, denn das ist schon etwas anderes als in einem kleinen Park wie Pilanesberg.

 

Erster Markt in Swaziland

Zweiter Markt in Swaziland

Haus im Cultual Village

Traditioneller Tanz

Der tolle Opi

 

Marie und ich bei den Mantenga Falls in Swaziland

Sean und Lisa

 

Sudwala Caves

Blyde River Canyon Nature Reserve

 

Blyde River Canyon

Marie vor den Three Rondavels

Lisbon Falls

Potholes

Die schöne Aussicht bei God's Window

Lecker Pancake

Büffel

 

Leopard frisst Impala

 

 

 

 

Hyäne

 

 

 

 

Löwe bei Nacht

 

 

 

 

 

3.10.09 18:48

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Maccabros / Website (5.10.09 21:38)
Das hört sich wieder sehr aufregend und interessant an und die Bilder sind auch sehr toll geworden.
Gebt auf Euch acht da draußen.

(Löwe bei Nacht

Gruß,

Maccabros

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