Anny in Südafrika

Kapstadt-->Port Elisabeth (23.10.- 04.11)

Ja ich war schon wieder im Urlaub Diesmal ging es nach Kapstadt. Glücklicherweise habe ich auch frei bekommen, denn Ferien waren ja eigentlich grad erst und im Dezember gibt es schon wieder Ferien. Am 22.10. bin ich also zum Flughafen nach Johannesburg gefahren und habe Christophe abgeholt. Am nächsten Tag ging dann unser Flug nach Kapstadt. Für die Zeit haben wir uns ein Auto gemietet, da man sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur kompliziert fortbewegen kann (und abends dann gar nicht). Schon als wir in die Stadt hineinfuhren, war ich begeistert. Mitten von der Innenstadt aus sah man überall Berge. Das hat aber leider auch das anfahren etwas schwer gemacht. An den Linksverkehr habe ich mich aber schon sehr gut gewöhnt und ich glaube es wird erstmal schwer für mich in Deutschland wieder Auto zu fahren.

Unser Backpacker in Kapstadt war auch super. Aus unserem Fenster konnte man direkt auf den Tafelberg blicken, der leider die ganze Zeit über in Wolken eingehüllt warL. Wegen dem starken Wind und auch wegen den Wolken denke ich, war die Seilbahn auf den Tafelberg leider auch die ganze Zeit über geschlossen. Ich hoffe aber, dass ich wenigstens im Dezember noch mal hochfahren kann (da mache ich mit meiner Flatmitbewohnerin Anna Urlaub).

In Kapstadt haben wir uns als erstes die Innenstadt angesehen, von der ich allerdings nicht so begeistert war. Hier in Südafrika gibt es eben nicht so schöne Stadtzentren, wo man sich einfach mal gemütlich hinsetzen kann. Manchmal haben wir auch einfach mitten auf der Straße gestanden, da der Bürgersteig zu Ende war. Es gibt aber auch rote Busse, die alle Sehenswürdigkeiten anfahren (den hätten wir mal lieber nehmen sollen). So haben wir uns z.B. das Castle of Good Hope, die City Hall (vom Balkon aus hielt Nelson Mandela seine erste öffentliche Rede), die Houses of Parliament, Company’s Garden oder den Greenmarket Square besichtigt. Zum Schluss wollten wir uns noch das Bo-Kaap-Viertel anschauen, das islamische Stadtviertel, in dem es viele kleine bunte Häuser und Moscheen gibt. Allerdings ist dann ein Gewitter aufgezogen und nachdem wir noch einen betrunkenen Mann auf der Straße sahen, der es nicht mehr schaffte aufzustehen, sind wir wieder zurück zum Backpacker gefahren.

Am nächsten Tag sind wir zum Signal Hill gefahren, von dem aus man einen schönen Blick über Kapstadt hat. Auf den Rückweg sind wir noch auf den Lion’s Head gewandert. Eigentlich dachte ich man läuft da nur mal kurz noch, doch nach einer Stunde waren wir immer noch nicht oben. Als man dann Leitern hochklettern musste und sich an Haken im Fels festhalten musste, sind wir wieder umgekehrt. Doch trotzdem hatte man eine schöne Aussicht auf z.B. Camps Bay. Danach sind wir dann auch noch nach Camps Bay gefahren, wo allerdings so viel Wind war, dass wir uns nicht lange dort aufhalten konnten. So sind wir noch weiter entlang der Küste nach Clifton, Sea Point und Green Point gefahren.

Am 26.10. haben wir uns noch die Alfred & Victoria Waterfront angeschaut, haben bei Harrie’s Pancakes gegessen und sind wegen schlechtem Wetter noch in ein Aquarium gegangen, was aber nicht so toll war. Danach sind wir über den Chapman’s Peak Drive nach Simon’s Town gefahren um uns am nächsten Tag die Kaphalbinsel anzuschauen. Von dort aus hatte man wirklich eine tolle Aussicht. Natürlich wollte ich wieder überall anhalten um schöne Fotos zu machen Simon’s Town ist bekannt für seine Pinguine am Boulders Beach, die wir natürlich auf unserer Fahrt zum Cape of Good Hope Nature Reserve auch noch sehen wollten. An diesem Tag war nicht so schönes Wetter doch als wir beim Cape Point ankamen, haben sich auch alle Wolken verzogen und wir hatten eine wunderbare Aussicht. Als ich zum Leuchtturm hinauflief, hörte ich leider nur noch eine Frau sagen, dass der Wal gerade wieder untergetaucht sei. So hatten wir leider Pech und haben keinen Wal gesehenL War aber trotzdem schön, genau wie das Kap der guten Hoffnung.

Nach unserer Zeit in Kapstadt hatten wir noch acht Tage Zeit um bis nach Port Elisabeth zu kommen. Natürlich wollte ich mir auch die Weinregion anschauen, die ja typisch für Südafrika ist. Auf dem Weg nach Robertson, wo wir die nächsten zwei Nächte schlafen wollten, haben wir noch Stellenbosch besichtigt, was mir aber nicht soo gut gefallen hat. Südafrikanische Kleinstädte sind eben nicht so toll zu besichtigen. Es ist aber schon erstaunlich, dass man innerhalb von ein paar Stunden von Meer und Küste wieder in eine ganze andere, grüne und bergige Gegend kommt. Robertson ist nicht so touristisch und Weinproben kann man dort kostenlos machen. Da ja aber immer einer von uns fahren muss, haben wir uns für eine Weintour mit Kevin, dem Besitzer des Backpackers entschieden. So sind wir vier ganz unterschiedliche Weingüter angefahren und haben bei jedem circa fünf Weine probiert. Danach hätte ich wirklich nicht mehr fahren können. Jetzt bin ich zur richtigen Weinkennerin geworden

Eigentlich wollten wir auch noch nach Hermanus fahren, denn dort kann man am besten Wale von der Küste aus sehen. Leider sehen die Strecken auf der Karte doch viel kleiner aus als sie in Wirklichkeit sind und wir hätten den ganzen Tag nur im Auto verbracht. So sind wir dann die Route 62 (längste Weinstraße der Welt) entlang nach Outshoorn gefahren. Outshoorn ist die Hochburg der Straußenzucht und es gibt wirklich sehr sehr viele Straußenfarmen. Eine davon haben wir auch besichtigt und ich durfte sogar mal reiten. Und das ist auch keine Tierquälerei, denn pro Tag durften auch nur vier Leute höchstens 30 Sekunden reiten. Leider hat mich der Strauß aber schon nach circa zwei Sekunden abgeschmissen.

Am folgenden Tag sind wir dann die Garden Route entlang gefahren. Gehalten haben wir aber nur in Wilderness und in Knysna. Geschlafen haben wir dann in der Nähe von Plettenberg Bay. Dort gefiel uns der Backpacker auch am Besten. Unser Zimmer war super schön und vom Balkon aus konnte man aufs Meer blicken. Der Strand war auch nur 50 Meter entfernt. Allerdings durfte man nur mit Bodyboard ins Wasser wegen der starken Strömung. Als ich dann noch eine wirklich riesen große tote Qualle am Strand fand, entschied ich mich dafür, doch nicht ins Wasser zugehen. Es wäre ohnehin so kalt gewesen, dass ich nach einer Minute wieder herausgegangen wäre. Ich fürchte auch, dass das Wasser hier nie so richtig warm wird.

Unser Ziel war es ja immer noch Wale zu sehen. Deshalb fuhren wir zu einem Naturschutzgebiet, das uns dafür empfohlen wurde, was jedoch vergeblich war. Als wir die Hoffnung dann schon fast aufgaben, sahen wir am letzten Tag in Plettenberg von unserem Balkon aus doch noch eine Walmutter mit ihrem Baby. Leider ging das alles so schnell und ich habe kein wirklich schönes Foto machen könnenL Das etwas misslungene Foto spare ich mir mal hier reinzustellen.

Auf unserem Weg zum Addo Elephant Park haben wir noch einen Abstecher in den Tsitsikamma National Park gemacht. Mal wieder war es sehr windig, doch dort habe ich auch die höchsten Wellen gesehen (siehe Foto). Gewandert sind wir allerdings nicht so viel, nur zur halben Stunde entfernten Suspension Bridge sind wir gelaufen.

Im Dunkeln kamen wir abends dann auch endlich in unserer Unterkunft an. Die war mal zur Abwechslung mitten in der Natur direkt neben einem Fluss. Küche und Bad befanden sich draußen und geschlafen haben wir in einer Lehmhütte, die aber ganz nett eingerichtet war. Leider habe ich mir dort auch eine Floh gefangenL Jetzt ist er aber glücklicherweise wieder weg, ich glaube ich habe ihn im letzten Backpacker in Port Elisabeth wieder abgeschüttelt.

Im Addo Elephant Park haben wir dann auch ziemlich viele Elefanten gesehen unter anderem auch welche, die direkt vor uns die Straße überquert haben. Für mich ist das ja nichts Neues mehr, aber Christophe war noch nie in einem solchen Park. Anders als im Krügerpark gab es hier aber sehr viele große Schildkröten und auch viele Straße. Außerdem war im Park schon alles sehr grün anders als im Krügerpark und Pilanesberg, in denen ich war, als der Frühling kaum angefangen hatte.

Die Nacht vor dem Heimflug haben wir dann in Port Elisabeth verbracht. Angeschaut haben wir uns eigentlich nichts (obwohl ich glaube es gibt auch nicht so viel anzuschauen). Abends waren wir aber sehr lecker Essen. Das war ein gelungener Abschluss.

Christophe ist dann noch zwei Tage mit zu mir ins Kinderheim gefahren und hat sich auch die Schule angeschaut. Er meinte auch, er hätte sich das etwas ländlicher und „afrikanischer“ vorgestellt. Doch wie man sich das typische Afrika eigentlich vorstellt, findet man zumindest in Südafrika eher nur in den Townships, wo viele Menschen wirklich sehr sehr arm sind.

Nachdem Christophe wieder heimgeflogen ist (leider hat er wegen kaputten Flugzeugen und Verspätungen zwei Tage gebraucht), habe ich mir mit Marie das Apartheid Museum in Johannesburg angeschaut. Wir wohnen ja nicht so weit weg (circa 1,5 Stunden), doch bisher haben wir es noch nicht geschafft Johannesburg zu besichtigen. Das Museum war auf jeden Fall sehr interessant und es gab auch sehr viel zu lesen. Jetzt bin ich wenigstens ein wenig gebildeter in südafrikanischer Geschichte.

Ansonsten arbeite ich jetzt wieder in der Vorschule. Gestern haben wir mit den Kindern einen Ausflug zu einer Art Farm gemacht. Dort durften sie Strauße, Esel und Kaninchen füttern, auf einer Hüpfburg hüpfen, Kuchen verzieren und eine Runde auf einem Pferd reiten. Dabei sind leider auch zwei meiner Jungs herunter gefallen, da der Mann, der das Pferd geführt hat, leider nicht aufgepasst hat. Auf ein Mädchen ist ein Klettergerüst gefallen, das leider nicht im Boden befestigt war. Es sah aber schlimmer aus als es war und das Mädchen hatte nur eine Beule am Kinn.

Generell ist es in der Schule immer noch ganz gut, obwohl es wohl nicht mein Traumjob werden wird. Besonders die Lehrer von Nachmittags sitzen die ganze Zeit auf der Bank und schicken immer Kinder zu uns, wenn wir etwas machen sollen. Nach den zwei Wochen Urlaub habe ich mich aber schon wieder auf die Kinder gefreut und sie sich anscheinend auch auf mich

 

Beim Castle of Good Hope, hinter mir ist die City Hall

Greenmarket Square

Bo-Kap-Viertel (traditionelles Stadtviertel der islamischen Gemeinde)

 

Blick auf den Tafelberg von unserem Zimmer

Blick auf Kapstadt vom Signal Hill

Aussicht vom Lion's Head

Signal Hill

 

Wanderung auf den Lion's Head

Kite Surfer 

 

Christophe et moi

 

 

Chapman's Peak Drive (zählt zu den landschaftlich schönsten Küstenstraßen der Welt); Blick auf Hout Bay

 

 

 

Pinguine am Boulders Beach in Simon's Town

 

Boulders Beach

Beim Cape Point

Auch beim Cape Point

Cape of Good Hope

Schöner Strand im Cape of Good Hope Nature Reserve

 

 

Weingut in Robertson

Weingut in Robertson

Aussichtspunkt auf der Route 62

Auf einer Straußenfarm in Outshoorn, ich durfte auch mal reiten

Strand in Wilderness

Hafen in Knysna

Am Strand vor unserem Backpacker in Plettenberg Bay

Tsitsikamma National Park

Suspension Bridge im Tsitsikamma National Park

Große Schildkröte im Addo Elephant National Park

Pillendreher; Sie haben Vorfahrt im Park

Elefant

 

Apartheid Museum in Johannesburg

 

 

 

 

 

9.11.09 21:09

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ricarda (10.11.09 14:55)
great!!!
aber der arme strauß :D




kira (10.11.09 21:04)
ach was schöne bilder
mehr mehr mehr!!!
:**


Maccabros / Website (13.11.09 18:10)
Du schreibst, beschreibst wirklich gut, sehr realistisch und die Bilder sind klasse. Die an der Küste gefallen mir besonders.

Gruß

Maccabros

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